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Die offene Stadt ist immer relativ

2009.10.09

Es gibt keinen Konsens darüber, was eine offene Stadt ausmachen könnte. Es ist vermutlich genau diese schwer zu fassende Qualität, die den Kurator der 4. Architekturbiennale, den in Rotterdam tätigen und in Zürich lehrenden Stadtplaner und Architekten Kees Christiaanse dazu bewog, dieser Biennale das Thema “OpenCity: Designing Coexistence” zu geben. Christiaanse und sein Ko-Kurator Tim Rieniets verstehen Offenheit nicht als einen Maßstab, der so starr wäre, dass man offene von nicht offenen Städten unterscheiden könnte. Was genau eine offene Stadt sein könnte, bleibt am Beginn der Ausstellung vage. Die Kuratoren vermeiden es, den Ausstellungstitel programmatisch einzugrenzen, sie nennen aber einige Kriterien. Die offene Stadt gewährt freie Mobilität, Bewohner können sich in ihr zu Hause fühlen, sie haben Zugang zu technischer und sozialer Infrastruktur.
Zur Ausstellung gehört neben dem, was im Nederlands Architectuurinstitut NAi zu sehen ist, eine weitgehend ohne Erklärungen im Modell präsentierte Zusammenstellung davon, wie sich junge Stadtplaner Amsterdams Zukunft vorstellen (in Amsterdam) sowie eine überaus anregende Ausstellung von Studentenarbeiten aus der ganzen Welt im Rotterdamer Hafen.
Die Hauptausstellung aber ist im NAi. Sie ist in sechs Sektionen gegliedert, jede dieser Sektionen ist von einem eigenen Kuratorenteam, den Sub-Kuratoren, betreut worden und widmet sich einem thematischen oder lokalen Schwerpunkt: Rotterdam, Jakarta, amerikanischem Siedlungsbau, den in der sowjetischen Zeit entstandenen Städten aus Plattenbauten, Flüchtlingen und Flüchtlingslagern sowie den improvisierten Spontansiedlungen und Slums, vor allem in Südamerika. ch

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