Persönlichkeit

2010.07.22

Vor wenigen Tagen starb Günter Behnisch nach langer, schwerer Krankheit – einer der letzten deutschen Architekten, die den Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Und es starb einer der ganz wenigen, die in der “Demokratie als Bauherr” eine persönliche, lebenslange Herausforderung begriffen. Die herausragende Persönlichkeit und das Werk des unbequemen Architekten würdigt Ursula Baus.

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Entwicklungstrends

2010.06.29

Fantasy

Fantasy

“dass das Vergangene losgelassen wird, damit sich ein neues Selbstkonzept bilden und das im Entstehen Begriffene kommen kann. (Fuchs/Huber, 2007)”

“Im Vorfeld der am 29. August beginnenden Architektur-Biennale 2010 in Venedig schlägt Prof. Arno Sighart Schmid, Präsident der Bundesarchitektenkammer, den Abriss und einen Neubau des deutschen Pavillons auf dem Biennale-Gelände in Venedig vor. Mit einem Architektenwettbewerb soll dann ein neues, modernes Gebäude entstehen, mit dem das heutige Deutschland sich zeitgemäß präsentieren kann. 2014 – zum 25-jährigen Jubiläum des Mauerfalls und der friedlichen Revolution in Deutschland – wäre ein würdiger Termin zur Eröffnung des neuen Pavillons.” Der Pavillon, so Schmid, entspreche “so gar nicht mehr unserem demokratischen Selbstverständnis”. Der deutsche Pavillon

Die 12. Internationale Architekturausstellung, geleitet von Kazuyo Sejima, vom 29. August bis 21. November 2010 in Venedig.

Dubai eröffnet Mega-Flughafen

2010.06.28

maktoum-airport-modell maktoum-airport-3d n-tv WIRTSCHAFT: Im Streben nach Superlativen macht den Scheichs von Dubai niemand etwas vor: Nach dem Riesenwolkenkratzer, dem Mega-Port und dem Ultra-Einkaufszentrum weihen die Emiratis nun ihren neuen Großflughafen ein. Das Projekt gilt als wichtiger Baustein eines groß angelegten Strukturwandels am Golf. Manche Experten sehen darin ein Zeichen für das Ende des Ölzeitalters.

Das Emirat Dubai rückt von seiner extremen Wachstumsstrategie auch in Zeiten der Krise nicht ab: Zu Wochenbeginn nahm der neue Al-Maktoum-Flughafen in dem hoch verschuldeten Land am Golf den regulären Betrieb auf. Der neue Airport soll – wenn 2017 alle geplanten Terminals und die fünf Startbahnen fertig gestellt sind – der größte Flughafen der Welt werden.

Der Start fiel jedoch deutlich bescheidener aus. “Bisher haben 12 Luftfrachtunternehmen Flüge zum Al-Maktoum-Flughafen in ihren Flugplan aufgenommen”, sagte Dschamal al-Haj, der Vize-Direktor der Betreibergesellschaft, auf Anfrage.

Wenn die Baupläne trotz der hohen Schulden der Staatsfirmen des arabischen Emirats unverändert verwirklicht werden, hat der neue Flughafen in sieben Jahren eine Kapazität von 160 Millionen Passagieren und mehr als 12 Mio. Tonnen Fracht pro Jahr. Zum Vergleich: Das Frachtaufkommen am größten deutschen Flughafen in Frankfurt lag im vergangenen Jahr bei 1,8 Mio. Tonnen, die Zahl der Passagiere bei rund 51 Millionen.

Der Al-Maktoum-Flughafen liegt 40 Kilometer von Dubais altem Flughafen entfernt. Investoren beobachten den Immobilienmarkt in Dubai nach wie vor mit großer Skepsis. Die Zukunft des Emirates als Logistikzentrum wird von den Experten jedoch deutlich positiver beurteilt.

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Städtebau-Mission

2010.06.21

Die Computersimulation zeigt den neuen deutschen Radarsatelliten TanDEM-X und seinen baugleichen "Zwillingsbruders" TerraSAR-X: Beide werden von Oberpfaffenhofen aus gesteuert. (© Astrium GmbH dpa/lsw) Seit heute werden von Oberpfaffenhofen nun zwei Erdbeobachtungssatelliten gesteuert: Tandem-X und TerraSar-X. Die beiden Satelliten sollen endgültig klären, wie die Erde tatsächlich an der Oberfläche ausschaut. Seltsamerweise und trotz vieler kreisender Himmelskörper gibt es laut DLR für weite Teile des insgesamt 150 Millionen Quadratkilometer Erdfläche nur grobe oder lückenhafte Höhenmodelle. Diese Lücke soll die Tandem-X-Mission mit der digitalen Erfassung der globalen Landmassen in 3D schließen.

Der Städtebau bekommt durch diese Mission unfassbar viele neue Möglichkeiten!

Besonders zu bezeichnen ist die Gesamtheit aller Maßnahmen zum Schutze der Umwelt mit dem Ziel der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlage aller Lebewesen mit einem funktionierenden Naturhaushalt. Gegebenenfalls sollen durch den Menschen verursachte Beeinträchtigungen oder Schäden behoben werden. Das Augenmerk des Umweltschutzes liegt dabei sowohl auf einzelnen Teilbereichen der Umwelt (wie Boden, Wasser, Luft, Klima), als auch auf den Wechselwirkungen zwischen ihnen.

Katar wird Land der Bagger

2010.06.11

Blick auf die Hauptstadt Doha. (Foto: REUTERS)

n-tv WIRTSCHAFT: Ehrgeiziges Infrastrukturprogramm

Für den Ausbau seiner Infrastruktur nimmt Katar viel Geld in die Hand. So sollen Straßen, Abwasser- und Wasseraufbereitungsanlagen sowie Häfen und Flughäfen gebaut beziehungsweise erneuert werden.

Das arabische Emirat Katar will nach offiziellen Angaben in den kommenden vier Jahren rund 100 Milliarden US-Dollar in diverse Projekte stecken. Die Regierung in Doha selbst plane, etwa 40 Milliarden Dollar für Infrastrukturmaßnahmen auszugeben, sagte Finanzminister Jussef Kamal am Rande eines türkisch-arabischen Wirtschaftsforums in Istanbul.

Weitere 60 Milliarden Dollar sollten von Behörden oder Firmen im Staatsbesitz kommen. Als wichtigste Vorhaben sei an Straßen, Abwasser- und Wasseraufbereitungsanlagen sowie Infrastrukturprojekte wie Häfen und Flughäfen gedacht, erläuterte der Minister, ohne Details zu nennen.

Katar ist der weltweit größte Flüssiggas-Exporteur und hat zuletzt Milliarden Dollar in die Expansion seiner Energiekapazität gesteckt.

Probleme beim Brückenbauprojekt

Unterdessen verzögern politische Spannungen zwischen Katar und Bahrain das Milliarden-Projekt einer 40 Kilometer langen Brücke zwischen den beiden arabischen Golfstaaten. Das hat auch Auswirkungen für deutsche Unternehmen. Denn bei dem Brückenprojekt ist der Essener Baukonzern Hochtief im Rennen. Die geplante Schienenverbindung über die Brücke nach Bahrain ist Teil des Großauftrages, den die Deutsche Bahn im vergangenen Herbst in Katar an Land gezogen hatte.

Die bahrainische Zeitung “Gulf Daily News” hatte berichtete, das Projekt, für das drei Milliarden Dollar eingeplant wurden, werde vorübergehend auf Eis gelegt. Es werde aber nicht abgesagt. Zur Begründung hieß es, die Kosten für den Bau der Brücke, die ursprünglich bereits in vier bis fünf Jahren fertig gestellt sein sollte, seien explodiert.